Wo die Kitas Sorgen haben

Seit einigen Monaten gibt es eine Fachkraft, die sich um die Sprache der Jungen und Mädchen kümmert. „78 Kinder aus 17 Nationen betreuen wir in unserem Kindergarten“, berichtet Leiterin Doris Becking. Doris Becking berichtet über die positiven Erfahrungen im Alltag der Erzieherinnen, über das Eingehen auf die Verschiedenheit ebenso wie das, was die Gemeinsamkeiten aller Jungen und Mädchen in dieser kirchlich getragenen Einrichtung ausmacht.



Charlotte Unterberg erklärt, was hinter dem Begriff „Sprachkita“ steht, wie sich Verena Papo seit Mai dort einbringt: „Die zusätzliche Fachkraft tut gut.“

Der Fokus richtet sich jetzt auf die Frage der Ausstattung mit Personal. Ursula Schulte fragt, was die Verantwortlichen wohl aller sozialen Einrichtungen heute mit nur einer Aussage beantworten können:  Mehr Personal, das würde allen helfen. Charlotte Unterberg erinnert daran, um was es ihr und ihren Kolleginnen dabei geht: „Ich habe manchmal die Sorge, dass die Kinder über den Tellerrand fallen.“

Foto`s Quelle Münterlandzeitung



Knappe Notbesetzungen sind in den Kitas der Alltag. 55 Jungen und Mädchen sind allein in der Kita St. Georg auch über Mittag da. Das Buchungsverhalten der Eltern liegt mittlerweile im Normalfall bei 45 Stunden pro Woche. Verena Papo berichtet noch einmal über ihre Aufgabe, die Sprache der Kinder zu fördern, wie sie die Erzieherinnen in den Gruppen unterstützt, wie sie Eltern mit ins Boot nimmt. Die Runde spricht weiter über die Bedingungen für eine gute personelle Ausstattung, über die Folgen des gesellschaftlichen Wandels, über die Nöte von alleinerziehenden Müttern mit schmalem Verdienst und kräftezehrenden Jobs. Ganz zum Schluss rücken Fragen in den Raum, auf die es keine einfache Antwort zu geben scheint.